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Emotionaler Abschied nach 50 Dienstjahren

So manche Stimme stockte, so manche Träne kullerte – es war ein bewegender Abschied unserer Schulsekretärin Gabi Belz. Anfang Februar wurde sie nach fast 51 Arbeitsjahren feierlich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Dass sie davon allein 40 (!) Jahre an der Joß-Fritz-Schule verbrachte, macht sie – wie mehrere Redner betonten – zu einer „Institution“ und „Legende“. Aktuelle wie frühere Schulleitungen berichteten, dass Gabi Belz als „lebendes Archiv der Schule und des Ortes“ nicht nur stets erster Ansprechpartnerin für alle möglichen Anliegen war: Sie trocknete unzählige Schülertränen, verteilte Pflaster, erledigte Lehreranliegen und nahm Elternanrufe entgegen. Doch mehr noch – als „gute Seele der Schule“ verstand sie ihre Arbeit stets als Berufung und nicht nur als Beruf. Passend dazu war auf ihrer Einladung ein Zitat von Steve Jobs zu lesen: „Die einzige Möglichkeit, großartige Arbeit zu leisten, ist zu lieben, was man tut.“

Bruchsals Oberbürgermeister Sven Weigt ließ es sich nicht nehmen, neben der noch folgenden offiziellen Verabschiedung auch zur schulischen Feier zu kommen. Er betonte, dass nicht nur die Schule, sondern auch die Stadt Bruchsal mit Gabi Belz eine äußerst erfahrene und wertvolle Mitarbeiterin verliert.

Auch die Joß-Fritz-Schüler/-innen verabschiedeten sich von „ihrer“ Gabi – so die Klasse 4c mit einem humorvollen Gedicht und vielen Blumen sowie die Zweitklässler mit einem hinreißenden Tanz.

Die Lehrerkollegien entließen ihre langjährige Sekretärin nach einem Ratespiel und einem „Lehrerzimmertratsch“ musikalisch: „Für Gabi tu ich alles“ und „Die Frau mit dem Durchblick geht nach Haus“ sorgten für anhaltenden Applaus.

Gabi Belz selbst blickte in ihrer bewegenden Rede auf ihre lange und erfüllte Berufstätigkeit zurück, schlug dabei auch nachdenkliche Töne an und sprach von wechselvollen und herausfordernden Zeiten.

Realschulrektor David Haß resümierte treffend: „Eine Legende verlässt unser Schulschiff. Doch wer 40 Jahre lang hier war, der bleibt – in den Geschichten und Erinnerungen.“ Und: „Ohne dich wäre die Joß-Fritz-Schule nicht die, die sie heute ist!“

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 06.02.2026.